Rassismus im psychotherapeutischen Raum: Ins Gespräch kommen – aber wie? Perspektiven – aber welche?
Auftaktevent eines bundesweiten Netzwerkes für Psychotherapeut*innen zu Rassismus & Psychotherapie
Auftaktevent eines bundesweiten Netzwerkes für Psychotherapeut*innen zu Rassismus & Psychotherapie
Laura Hertner, Rosana Sarpeah & Philipp Rühr
im Namen der AG Transkulturelle Psychiatrie unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Kluge (Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte) und TransVer- Ressourcen-Netzwerk zur interkulturellen Öffnung unter der Leitung von Dr. Simone Penka (Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte).
18:00 Begrüßung durch die Initiator*innen: Zur Vorgeschichte und den Zielen des Netzwerks
Ulrike Kluge, Rosana Sarpeah, Laura Hertner, Philipp Rühr
18:20 Paneldiskussion zu Rassismus im psychotherapeutischen Raum Moderation: Zami Khalil
Panellist*innen: Marcel Badra, Dina Dolgin, Tita Heyn, Steffen Schödwell, Shoba Zaudie
19:50 Abschluss und Ausblick mit Christoph J. Kellner
Ulrike Kluge: ist Psychoanalytikerin, Gruppenanalytikerin und Professorin für psychologische und medizinische Integrations- und Migrationsforschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Universitätsmedizin, Campus Mitte und am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt Universität zu Berlin. An der Charité leitet sie das Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (ZIPP). Gemeinsam mit Simone Penka leitet sie zudem TransVer- das Ressourcen Netzwerk zur Interkulturellen Öffnung in Berlin. Sie forscht inter- und transdisziplinär zu Flucht, Migration und Gesundheit, sowie zu psychosozialer Integration, Sprach- und Kulturmittlung in der Gesundheitsversorgung und solidarischen Praxen in der Migrationsgesellschaft.
Laura Hertner: Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität Berlin. Sie forscht seit fast 10 Jahren zu psychosozialer Gesundheitsdienste und psychischer Gesundheit im Kontext Fluchtmigration.
Philipp Rühr: wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZIPP und angehender Psychotherapeut. Darüber hinaus ist er als Filmemacher, Lektor und Übersetzer tätig.
Rosana Sarpeah: Stationspsychologin auf einer akutpsychiatrischen Station, arbeitet am Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (ZIPP) an der Charité und ist angehende Psychoanalytikerin.
Zami Khalil: Klinischer Psychologe, Referent für politische Bildungsarbeit, Doktorand und Empowerment-Trainer. Als Psychotherapeut in Ausbildung (TP) arbeitet er aktuell in einer psychotherapeutischen Hochschulambulanz. Zami Khalil lernt, lehrt und forscht aus einer Schwarzen, psychologischen, rassismus-und machtkritischen, sowie intersektionalen Perspektive zu den Themen Anti-Schwarzer Rassismus und Psychoanalyse, Rassismus und psychische Gesundheit sowie transgenerationale Weitergabe und Trauma.
Tita Heyn: Psycholog. Psychotherapeutin (TP/Erwachsene, Einzel und Gruppe), seit 25J. in eigener Praxis in Hamburg als eine von wenigen PoC bzw. afrodeutschen Psychotherapeut*innen mit Kassenzulassung; seit 10J. in der Berufspolitik, u.a. als Delegierte der PT-Kammer im Ausschuss Diversität & Antidiskriminierung und als Teil des Netzwerks rassismuskritische Psychotherapie Hamburg, das sich vor ca. 1Jahr gegründet hat. Seit 5 Jahren Dozentin, Supervisorin und Lehrtherapeutin an div. Instituten; Seminare zu innerem Rassismus sowie rassismussensibler Psychotherapie.
Steffen Schödwell: ist in Berlin Kreuzberg niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie mit Erwachsenen. Vor Psychologie studierte er Südostasienstudien und engagiert sich ehrenamtlich bei der Bettina-Kattermann-Stiftung und dem Berlin Institute for Research and Dialogue (BIRD) e.V.
Dina Dolgin: approbierte Psychotherapeutin für Erwachsene mit Schwerpunkt auf tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Psychoanalyse. Sie arbeitet in eigener Praxis in Berlin und verfügt über langjährige Erfahrung in verschiedenen klinischen Arbeitsfeldern. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Begleitung von Menschen nach traumatischen Erfahrungen oder in suizidalen Krisen sowie auf psychotherapeutischen Prozessen im interkulturellen Kontext.
Marcel Badra: Arbeitet seit 6 Jahren als niedergelassener Psychotherapeut in Berlin. Zuletzt hat er den Verein Rassismuskritische Psychotherapie e.V. mitgegründet, in dem er sich berufspolitisch für eine Verankerung von rassismuskritischen Perspektiven in der Psychotherapie engagiert.
Shoba Zaudie (sie/ihr): Klinische Psychologin und klinische Gesundheitspsychologin, in Ausbildung zur psycholog. Psychotherapeutin, Verfahrensrichtung Verhaltenstherapie, (private Weiterbildung in multimodaler Traumatherapie). Person mit Migrationsbiografie (erste Generation). Sie arbeitet mit Erwachsenen an der Hochschulambulanz und bei Refugio München, einem psychosozialen Zentrum für Therapie und Beratung für traumatisierte Menschen mit Fluchtbiografie. Langjähriges Engagement im Bereich Diversität, aktiv in der AG Rassismus-sensible Berufspraxis bei BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer), Phoenix-Mitglied und in Weiterbildung zur Diversitätstrainerin (Phoenix.org).