Rassismus im psychotherapeutischen Raum: Ins Gespräch kommen – aber wie? Perspektiven – aber welche?
Am 21. Oktober 2025 fand das Auftaktevent „Rassismus im psychotherapeutischen Raum: Ins Gespräch kommen – aber wie? Perspektiven – aber welche?“ mit zahlreichen Teilnehmer*innen statt. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete eine Paneldiskussion mit Psychotherapeut*innen aus unterschiedlichen psychotherapeutischen Schulen und Tätigkeitsfeldern. Das Panel wurde moderiert von Zami Khalil, Panellist*innen waren Marcel Badra, Dina Dolgin, Tita Heyn, Steffen Schödwell, Jutta Weber und Shoba Zaudie. Als Dokumentation der Podiumsdiskussion ist ein Graphic Recording entstanden

(Graphic Recording: studio animanova // Christoph J Kellner; CC BY-NC-ND 4.0)
Zami Khalil: Klinischer Psychologe, Referent für politische Bildungsarbeit, Doktorand und Empowerment-Trainer. Als Psychotherapeut in Ausbildung (TP) arbeitet er aktuell in einer psychotherapeutischen Hochschulambulanz. Zami Khalil lernt, lehrt und forscht aus einer Schwarzen, psychologischen, rassismus-und machtkritischen, sowie intersektionalen Perspektive zu den Themen Anti-Schwarzer Rassismus und Psychoanalyse, Rassismus und psychische Gesundheit sowie transgenerationale Weitergabe und Trauma.
Jutta Weber (Dr.): ist Kinder- und Jugendärztin und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in eigener Praxis in Krefeld am Niederrhein.
Sie leitet einen Empowerment Workshop für Schwarze Frauen und Kinder und schreibt den Blog Parelax über Themen zum Leben mit Kindern und Jugendlichen.
Bei Rowohlt erschien ihr Buch ,Rastavati’, welches ihr Aufwachsen als einziges Schwarzes Kind im Meerbusch der 60er Jahre und ihre späte Vatersuche beschreibt.
Tita Heyn: Psycholog. Psychotherapeutin (TP/Erwachsene, Einzel und Gruppe), seit 25J. in eigener Praxis in Hamburg als eine von wenigen PoC bzw. afrodeutschen Psychotherapeut*innen mit Kassenzulassung; seit 10J. in der Berufspolitik, u.a. als Delegierte der PT-Kammer im Ausschuss Diversität & Antidiskriminierung und als Teil des Netzwerks rassismuskritische Psychotherapie Hamburg, das sich vor ca. 1Jahr gegründet hat. Seit 5 Jahren Dozentin, Supervisorin und Lehrtherapeutin an div. Instituten; Seminare zu innerem Rassismus sowie rassismussensibler Psychotherapie.
Steffen Schödwell: ist in Berlin Kreuzberg niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie mit Erwachsenen. Vor Psychologie studierte er Südostasienstudien und engagiert sich ehrenamtlich bei der Bettina-Kattermann-Stiftung und dem Berlin Institute for Research and Dialogue (BIRD) e.V.
Dina Dolgin: approbierte Psychotherapeutin für Erwachsene mit Schwerpunkt auf tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Psychoanalyse. Sie arbeitet in eigener Praxis in Berlin und verfügt über langjährige Erfahrung in verschiedenen klinischen Arbeitsfeldern. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Begleitung von Menschen nach traumatischen Erfahrungen oder in suizidalen Krisen sowie auf psychotherapeutischen Prozessen im interkulturellen Kontext.
Marcel Badra ist Verhaltenstherapeut für Erwachsene im Einzel- und Gruppensetting und seit sechs Jahren in eigener Praxis in Berlin tätig. Am Zentrum ÜBERLEBEN promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Abbau von Rassismus im Gesundheitswesen. Zuletzt hat er den Verein Rassismuskritische Psychotherapie e.V. mitgegründet, in dem er sich berufspolitisch für eine Verankerung von rassismuskritischen Perspektiven in der Psychotherapie engagiert und seit Januar 2025 das Projekt „Psyche und Rassismus: Kompetenznetzwerk für eine rassismuskritische Psychotherapie“ leitet.
Shoba Zaudie (sie/ihr): Klinische Psychologin und klinische Gesundheitspsychologin, in Ausbildung zur psycholog. Psychotherapeutin, Verfahrensrichtung Verhaltenstherapie, (private Weiterbildung in multimodaler Traumatherapie). Person mit Migrationsbiografie (erste Generation). Sie arbeitet mit Erwachsenen an der Hochschulambulanz und bei Refugio München, einem psychosozialen Zentrum für Therapie und Beratung für traumatisierte Menschen mit Fluchtbiografie. Langjähriges Engagement im Bereich Diversität, aktiv in der AG Rassismus-sensible Berufspraxis bei BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer), Phoenix-Mitglied und in Weiterbildung zur Diversitätstrainerin (Phoenix.org).