48. Netzwerktreffen
Am Mittwoch, den 08.10.25, hat das 48. Netzwerktreffen von TransVer im Online-Format stattgefunden, wo drei Einrichtungen ihre Arbeit vorgestellt haben.
Den Anfang machte Chinara Balayeva vom Jugendmigrationsdienst Mitte. Der JMD richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren, unabhängig vom Aufenthaltsstatus, und unterstützt sie dabei, eigene Stärken zu erkennen, Ziele zu entwickeln und gesellschaftliche Teilhabe wahrzunehmen. Die Beratung umfasst unter anderem Themen wie Berufsorientierung, Schullaufbahn, Begleitung zu Ämtern oder die Vermittlung von Sprachkursen. Darüber hinaus ist eine langfristige Begleitung im Rahmen eines Case-Managements möglich. Neben der Einzelberatung gibt es Gruppenangebote, zum Beispiel Informationsveranstaltungen zum Schulsystem in Gemeinschaftsunterkünften. Aktuelle Angebote in Mitte sind unter anderem eine offene Sprechstunde am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr sowie ein monatlicher Youngsters-Treff in Moabit.
Anschließend stellte Antje Wohlleber die Abteilung für Kinder und Jugendliche im Zentrum Überleben vor. Das multiprofessionelle Team aus Psychotherapeutinnen, Sozialarbeiterinnen und einer Psychiaterin arbeitet mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 5 und 21 Jahren. Angeboten werden Einzel- und Gruppentherapien, immer mit Unterstützung durch Sprachmittlung. Voraussetzungen für die Aufnahme sind ein einigermaßen stabiler aufenthaltsrechtlicher Status und die Bereitschaft, an einer Psychotherapie mitzuwirken. Obwohl das Angebot eher hochschwellig ist, bietet es eine sehr umfassende und stabile Unterstützung, die auch spielerische Elemente, gemeinsame Aktivitäten oder Ausflüge einschließt.
Zum Abschluss präsentierte Mariam Sellami die Arbeit von InterAktiv, einer migrantischen Selbstorganisation, die berlinweit zu den Themen Flucht und Behinderung tätig ist. Das Team arbeitet mehrsprachig, unter anderem in Arabisch, Georgisch, Russisch, Portugiesisch und Französisch, und nutzt ebenfalls Sprachmittlung. InterAktiv bietet sowohl einen familienentlastenden Dienst als auch Beratung und Begleitung für Betroffene und Angehörige. Häufig geht es dabei um Fragen des Sozial- und Aufenthaltsrechts, um Leistungsansprüche, um Schulsuche, Unterbringungsbedingungen oder die Versorgung mit Hilfsmitteln.
Insgesamt bot das Treffen einen spannenden Einblick in drei wichtige Angebote, die geflüchtete und zugewanderte Kinder, Jugendliche und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Kolleg*innen für die Vorstellung und an alle Teilnehmenden für den Austausch! Wir freuen uns auf das nächste Netzwerktreffen am 03.12.2025!