Workshop „Betreutes Wohnen ohne sprachliche Verständigung!?“

„Der Workshop inspirierte die Teilnehmenden die eigene BEW-Blase zu öffnen, ein anderes Bewusstsein zu entwickeln, genauer hinzuschauen und sich zu fragen, ob Dinge, die zunächst unmöglich erscheinen, nicht doch möglich sind.“

Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen manchmal professionelle sozialpsychiatrische Unterstützung. Wenn dies Menschen mit geringen deutschen Sprachkompetenzen betrifft, ist deren Zugang in die sozialpsychiatrische Versorgung erschwert.

Die Workshop-Gruppe beschäftigte sich an 2 halben Tagen mit diesem erschwerten Zugang für Menschen ohne deutsche Sprachkompetenzen. Zunächst ging es darum, „sprachlose“ Notsituationen nachzuempfinden, um sich besser in die Lage der Zielgruppe hineinzuversetzen. Danach entwickelte die Gruppe Ideen, um die Versorgung dieser Menschen zu verbessern.

Die Teilnehmenden waren mit diesem zweiten Teil des Workshops sehr zufrieden. Sie konnten konkrete Ideen mitnehmen, um die Öffnung für diese Zielgruppe weiter zu entwickeln. Es wurde hervorgehoben, dass TransVer einen wichtigen Ort bietet, um Themen zur interkulturellen Öffnung zu besprechen und sich mit anderen zu vernetzen. Die unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmenden wurden als hilfreich und anregend erlebt. Der Workshop inspirierte die Teilnehmenden die eigene BEW-Blase zu öffnen, ein anderes Bewusstsein zu entwickeln, genauer hinzuschauen und sich zu fragen, ob Dinge, die zunächst unmöglich erscheinen, nicht doch möglich sind.

Eine wichtiger Appell

Ein wichtiger Appell kam von der Kollegin aus der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Sie erlebt schwieriges Klientel Tag für Tag und der Betreuungsschlüssel ist niedrig. Sie wünscht sich von den gemeindepsychiatrischen Trägern Offenheit, um ihre Klient*innen besser zu versorgen. Ihr Appell berührt und zeigt anschaulich wie notwendig und sinnvoll die interkulturelle Öffnung der gemeindepsychiatrischen Versorgung ist.