Ringfortbildung 44: Migrantisieren um zu helfen!?

Sind migrant*innenspezfische Einrichtungen und muttersprachliche „Sonder-„mitarbeiter*innen für Migrant*innen und Geflüchtete zielführend?

Uhrzeit: 15:00 - 17:00
DozentInnen: Simone Penka, Christian Möbius

Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, die Hilfe bedürfen, werden häufig, wenn vorhanden, an migrant*innenspezifische psychosoziale Einrichtungen oder Fachkräfte aus demselben nichtdeutschen Herkunftsland verwiesen. In dieser Ringfortbildung wollen wir uns einmal bewusst mit dieser Denk-und Verfahrensweise auseinandersetzen: Warum setzen wir uns häufig für gruppenspezifische Versorgung für bestimmte Zielgruppen ein, anstatt uns der Komplexität einer modernen Gesellschaft zu stellen? Was sind meine Beweggründe für eine solche Praxis? Welche Vorstellungen liegen diesen zugrunde? Was bewirken Sonderprojekte für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte, für uns selbst und für unsere Gesellschaft? Welche Konsequenzen hätte es, wenn wir von solchen Denk- und Verfahrensmustern abrücken? Sozialwissenschaftliche, kulturtheoretische und sozialpädagogische Diskurse und Ansätzen werden uns dabei behilflich sein, uns diesen Fragen fundiert zu nähern und unsere eigene Praxis zu überdenken.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt (maximal 25).
Melden Sie sich bitte zur besseren Planung für jeden einzelnen Veranstaltungstermin unter folgendem Doodle-Link an: https://doodle.com/poll/bcmdnqwz49vhw7d5, falls dies nicht funktionieren sollte, bitten wir um eine E-Mail an: transver@charite.de