Blogbeitrag zur Ringfortbildung 29 „Psychosoziale Arbeit hier und dort“

Psychosoziale Arbeit im Kontext von Flucht und Gewalt am Beispiel Nord-Iraks

Am 11.04 fand eine Ringfortbildung zum Thema „Psychosoziale Arbeit hier und dort-Psychosoziale Arbeit im Kontext von Flucht und Gewalt am Beispiel Nord-Iraks“ mit Dipl. Psych. Judith Strasser statt. Es wurde die Situation den Binnenvertriebenen und Flüchtlingen thematisiert, die in der autonomen kurdischen Region im Nord-Irak Zuflucht suchen. Dabei wurde deutlich, dass die Auswirkungen von Verlusterfahrungen, Ressourcenmangel und Perspektivlosigkeit allgegenwärtig sind – gleichzeitig gibt es eine Vielzahl an psychosozialen Angeboten, unter anderem Beratungen, Sprachkurse, Sportveranstaltungen und Informationsveranstaltungen. Die Möglichkeiten und Grenzen psychosozialer Arbeit im jeweiligen Kontext wurden daraufhin kritisch diskutiert, wobei vor allem zu kurze Laufzeiten für Projekte und fehlende Supervisionsmöglichkeiten für die Fachkräfte zur Sprache kamen.
Anschließend gab es einen aufschlussreichen Skype-Austausch der Teilnehmer*innen mit Basma Khawaja Taha, der Leiterin des Camps Karbato 2 in Duhok, die von aktuellen Praktiken und Herausforderungen der lokalen Sozialarbeiter*innen/psychosozialen Berater*innen berichtet hat.