Fortbildung „Psychosoziale Kompetenzen in der postmigrantischen Gesellschaft“

„Eine wertschätzende Atmosphäre steht in Einklang mit unserem Ansatz, kein „Reiseführer“ interkultureller Kompetenz zu sein, sondern eigene Stärken für fremderscheinende Begegnungen weiterzuentwickeln und dafür einen partnerschaftlichen Austausch zu bieten.“

Am Mittwoch, den 28.02.2018, traf sich eine buntgemischte Fortbildungsgruppe bestehend aus Teilnehmer*innen aus Notunterkünften, Betreutes Wohnen und Kontakt- und Beratungsstellen zu unserem ganztägigen Fortbildungsangebot „Psychosoziale Kompetenzen in der postmigrantischen Gesellschaft“. Nach einem ersten Teil zum Thema „Interkulturelle Öffnung, Postmigration und Interkulturelle Kompetenz“, in dem es bereits zu interessanten Diskussionen kam, setzten sich die Teilnehmer*innen mit ihren eigenen vorhandenen und in der alltäglichen Arbeit eingebrachten psychosozialen Kompetenzen in Kleingruppen auseinander. Im anschließenden Plenum wurden spannende Perspektiven eingebracht. In einer nachfolgenden ethnografischen Übung am Rosenthaler Platz kamen diese in einer praxisnahen Übung zum Einsatz.  Am Nachmittag stand szenische Fallarbeit im Mittelpunkt. Es wurde dadurch emotional intensiver und manche Teilnehmer*in profitierte sehr von der ausführlichen, kreativen Betrachtung ihres Falls.

In einer abschließenden Feedback-Runde wurde deutlich: Die partnerschaftliche, wertschätzende Atmosphäre bei TransVer und in der Gruppe wurde als sehr angenehm erlebt. Das freut uns. Eine wertschätzende Atmosphäre steht in Einklang mit unserem Ansatz, kein „Reiseführer“ interkultureller Kompetenz zu sein, sondern eigene Stärken für fremderscheinende Begegnungen weiterzuentwickeln und dafür einen partnerschaftlichen Austausch zu bieten.

Manche Teilnehmer*innen empfanden das Programm sehr anregend, aber etwas vollgepackt. Wir haben dies nun optimiert. Elemente der „Szenischen Fallarbeit“ werden nun in separat stattfindenden Fortbildungen, wie zum Beispiel Erstbegegnung oder Blinde Flecken angeboten. Auch unsere Supervisionsgruppen bieten hierfür einen Rahmen. Dadurch gewinnen wir im Format „Psychosoziale Kompetenzen in der postmigrantischen Gesellschaft“ mehr Raum, um die anregenden Impulse ausführlicher vertiefen und diskutieren zu können.