Betreutes Wohnen ohne sprachliche Verständigung!?

Workshop zur Auseinandersetzung mit möglichen Wegen des Betreuten Wohnens von Menschen mit wenigen deutschen Sprachkompetenzen

Uhrzeit: 9-13 Uhr
2. Termin: 16. Mai 2018
Uhrzeit: 9-13 Uhr

 

Kurzbeschreibung:

Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen manchmal professionelle sozialpsychiatrische Unterstützung. Wenn dies Menschen mit geringen deutschen Sprachkompetenzen betrifft, ist deren Zugang in die sozialpsychiatrische Versorgung erschwert (Penka et al. 2015). Sprachbarrieren lassen eine für beide Seiten zufriedenstellende Versorgung als unüberbrückbar erscheinen. Da sich psychische Erkrankungen aufgrund von z.B. Konzentrationsschwierigkeiten negativ auf den Erwerb der deutschen Sprache auswirken können, entsteht jedoch ein Negativkreislauf, der durch den Abbau von Barrieren in herkömmliche Versorgungsangebote, so auch die der Sozialpsychiatrie, durchbrochen werden kann.

Wir möchten im Rahmen dieses Workshops psychosozial Tätigen aus dem Arbeitsfeld Betreutes Wohnen (BEW, TWGs etc.) den Raum geben, sich intensiv mit Möglichkeiten der Versorgung von Menschen mit geringen Deutschkompetenzen auseinander zu setzen. Ziel ist, Impulse für den regelhaften Versorgungsalltag zu erhalten und dadurch neu bzw. anders ausgerichtete Wege zur Versorgung dieser Zielgruppe in bestehenden Regeleinrichtungen zu initiieren bzw. zu stärken. Als psychosozial Tätige bei Trägern der sozialpsychiatrischen Versorgung haben Sie einen wertvollen Erfahrungsschatz in der Betreuung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Dieser sollte auch für jene mit geringen Deutschkompetenzen zum Einsatz kommen können.

Sie sind eingeladen, Themen, die Sie in ihrem Arbeitsalltag beschäftigen, einzubringen.

 

Zielgruppe:

Psychosozial Tätige des Bereichs Betreutes Wohnen (z.B. TWG, BEW, Soziotherapie, Einzelfallhilfe, etc.), die bereits mit Menschen mit geringen deutschen Sprachkenntnissen gearbeitet haben oder sich dieser Zielgruppe öffnen möchten.

 

Inhalte:

1. Termin:
  • Strategien der Verständigung erlebbar und spürbar machen
  • Kategorisierung der „Kommunikationssituationen“ im Betreuten Wohnen-Eine Anpassung an Menschen mit wenigen Deutschkompetenzen
  • Planung von Inhalten des 2. Termins
2. Termin: „Open Space“

Die Inhalte des zweiten Termins werden im Rahmen des ersten Termins gemeinsam festgelegt, um dem Interesse und den Bedürfnissen der Teilnehmenden gerecht zu werden. Denkbar wären beispielsweise Themen wie Arbeit mit professionell Dolmetschenden, Lernen von Erfahrungen Anderer, Ideenwerkstatt zur Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten mit Nichtdeutschsprachigen, Sozialraumerschließung oder Übungen zur Selbstreflektion im Umgang mit Nichtdeutschsprachigen.

 

Anmeldung:

Bitte Anmeldung ausfüllen und per Mail, Fax oder Post an uns senden. Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich gerne an uns. Das Angebot ist kostenfrei.

 

Ansprechpartner:

Dr. rer. medic. Simone Penka (M.A.)

Projektinitiatorin und -leitung TransVer

Kontakt / Info

030 / 20 96 904 - 15

Christian Möbius

Diplom-Pädagoge

Kontakt / Info

030 / 209 69 04 -17